Ein Vorhaben in zwei Phasen

DOKINA ist ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Ingenieurgesellschaft ISM mbH gemeinsam mit einem Kooperationspartner. Es startete mit einer Idee und einer Konzeption; die Lösung entsteht vollständig innerhalb der Laufzeit. Was in Phase 1 gebaut wird, ist kein fertiges Produkt, sondern der Untersuchungsgegenstand: Ohne lauffähige Lösung gäbe es in Phase 2 weder Verlaufsdaten noch Nutzungserfahrungen, an denen sich die Fragen des Vorhabens prüfen ließen.

Vorarbeit

  • Vorhabenidee und Konzeption
  • Entwurf der Systemarchitektur
  • Entwurf des Auswertungsansatzes
  • Sicherheits- und Datenschutzkonzeption

Phase 1 · 2026

  • Spezifikation, Architektur, Datenschutz-Folgenabschätzung
  • Auswertung bezogen auf den eigenen Verlauf
  • Einbindung weiterer Einflüsse aus dem Alltag
  • App und Backend mit barrierefreier Erfassung
  • Fachlich freigegebene Inhalte und klare Formulierungsgrenzen

Phase 2 · 2027

  • Pilotbetrieb im Alltag der Nutzerinnen und Nutzer
  • Prüfung jeder erzeugten Beobachtung gegen Fachurteil
  • Auswertung der beobachteten Zusammenhänge
  • Kalibrierung von Schwellen und Texten
  • Regulatorische Einordnung

Erst bauen, dann prüfen

Jede Phase dauert zwölf Monate und endet mit überprüfbaren Ergebnissen. Der Übergang zwischen den Phasen ist ein bewusster Entscheidungspunkt.

Phase 1 – Aufbau der Lösung

Januar bis Dezember 2026 Aktuelle Phase

Aus Idee und Konzeption entsteht die Lösung mit allen Bestandteilen, die für die spätere Untersuchung nötig sind: barrierefreie Erfassung im Alltag, Auswertung des eigenen Verlaufs, Erzeugung und Anzeige der Beobachtungen, Berichte und Freigaben. Ebenso wesentlich sind die nicht-technischen Teile – fachlich freigegebene Inhalte, Formulierungsgrenzen, Einwilligungsgestaltung und Datenschutzrahmen. Erprobt wird in einer geschlossenen Umgebung, ohne klinische Fragestellung.

  • M1 · Spezifikation, Sicherheits- und Datenschutzkonzept, regulatorische Erstbewertung
  • M2 · Inhalte fachlich freigegeben, Auswertung erprobt und dokumentiert
  • M3 · Lösung fertiggestellt, sicherheitsgeprüft und für den Pilotbetrieb geeignet

Phase 2 – Untersuchung an der Lösung

Januar bis Dezember 2027

Im Pilotbetrieb entstehen reale Verlaufsdaten, reale Beobachtungen und reale Rückmeldungen. An ihnen wird geprüft, was sich einem Menschen aus seinen eigenen Daten verlässlich zurückspiegeln lässt und wie eine Beobachtung beschaffen sein muss, damit sie im Alltag hilft. Aus den Ergebnissen folgen Nachjustierung, Überarbeitung der Texte und die abschließende regulatorische Einordnung.

  • M4 · Ethikvotum und Start des Pilotbetriebs
  • M5 · Aussagen verifiziert und mit Kennzahlen hinterlegt
  • M6 · Abschluss, regulatorische Entscheidung, Betriebsmodell

Woraus die Lösung besteht

Die Lösung ist mehr als Software: Erst im Zusammenspiel mit Regelwerk, Formulierungsgrenzen und Einwilligungsgestaltung ergibt sie ein verantwortbares Ganzes.

Barrierefreie Erfassung

Wenige Schritte je Eingabe, große Bedienelemente, klare Sprache

Phase 1

Auswertung eigener Verläufe

Bezogen auf die einzelne Person statt auf Durchschnittswerte

Phase 1

Weitere Einflüsse

Was den Alltag prägt, ohne dass die Person es selbst erfassen muss

Phase 1

Inhalte & Formulierungsgrenzen

Von Fachkräften pflegbar, versioniert und freigegeben

Phase 1

Bericht & Freigaben

Selbst gewählte Inhalte für das Arztgespräch, befristete Freigaben

Phase 1

Schnittstelle zur Weiterverarbeitung

Freigegebene Daten in die Systeme weiterverarbeitender Stellen

Phase 1 und 2

Was heute gilt

Die hier beschriebenen Funktionen sind Planung, kein verfügbares Produkt. Ob sich individuelle Zusammenhänge belastbar erkennen lassen, ist die zentrale offene Frage des Vorhabens – sie wird 2027 beantwortet, nicht vorweggenommen. Zum methodischen Vorgehen äußern wir uns bewusst erst mit den Ergebnissen. Zeitplan und Zuschnitt können sich verschieben; diese Seite wird fortlaufend aktualisiert.

Am Pilotbetrieb teilnehmen

Für 2027 suchen wir Menschen mit chronischen Erkrankungen, die die Lösung im Alltag nutzen und uns zurückmelden, was ihnen hilft und was nicht. Ebenso freuen wir uns über Forschungseinrichtungen und Studierende, die einzelne Fragestellungen mit uns bearbeiten möchten.