Ein Vorhaben in zwei Phasen
DOKINA ist ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Ingenieurgesellschaft ISM mbH gemeinsam mit einem Kooperationspartner. Es startete mit einer Idee und einer Konzeption; die Lösung entsteht vollständig innerhalb der Laufzeit. Was in Phase 1 gebaut wird, ist kein fertiges Produkt, sondern der Untersuchungsgegenstand: Ohne lauffähige Lösung gäbe es in Phase 2 weder Verlaufsdaten noch Nutzungserfahrungen, an denen sich die Fragen des Vorhabens prüfen ließen.
Vorarbeit
- Vorhabenidee und Konzeption
- Entwurf der Systemarchitektur
- Entwurf des Auswertungsansatzes
- Sicherheits- und Datenschutzkonzeption
Phase 1 · 2026
- Spezifikation, Architektur, Datenschutz-Folgenabschätzung
- Auswertung bezogen auf den eigenen Verlauf
- Einbindung weiterer Einflüsse aus dem Alltag
- App und Backend mit barrierefreier Erfassung
- Fachlich freigegebene Inhalte und klare Formulierungsgrenzen
Phase 2 · 2027
- Pilotbetrieb im Alltag der Nutzerinnen und Nutzer
- Prüfung jeder erzeugten Beobachtung gegen Fachurteil
- Auswertung der beobachteten Zusammenhänge
- Kalibrierung von Schwellen und Texten
- Regulatorische Einordnung
Erst bauen, dann prüfen
Jede Phase dauert zwölf Monate und endet mit überprüfbaren Ergebnissen. Der Übergang zwischen den Phasen ist ein bewusster Entscheidungspunkt.
Aus Idee und Konzeption entsteht die Lösung mit allen Bestandteilen, die für die spätere Untersuchung nötig sind: barrierefreie Erfassung im Alltag, Auswertung des eigenen Verlaufs, Erzeugung und Anzeige der Beobachtungen, Berichte und Freigaben. Ebenso wesentlich sind die nicht-technischen Teile – fachlich freigegebene Inhalte, Formulierungsgrenzen, Einwilligungsgestaltung und Datenschutzrahmen. Erprobt wird in einer geschlossenen Umgebung, ohne klinische Fragestellung.
- M1 · Spezifikation, Sicherheits- und Datenschutzkonzept, regulatorische Erstbewertung
- M2 · Inhalte fachlich freigegeben, Auswertung erprobt und dokumentiert
- M3 · Lösung fertiggestellt, sicherheitsgeprüft und für den Pilotbetrieb geeignet
Im Pilotbetrieb entstehen reale Verlaufsdaten, reale Beobachtungen und reale Rückmeldungen. An ihnen wird geprüft, was sich einem Menschen aus seinen eigenen Daten verlässlich zurückspiegeln lässt und wie eine Beobachtung beschaffen sein muss, damit sie im Alltag hilft. Aus den Ergebnissen folgen Nachjustierung, Überarbeitung der Texte und die abschließende regulatorische Einordnung.
- M4 · Ethikvotum und Start des Pilotbetriebs
- M5 · Aussagen verifiziert und mit Kennzahlen hinterlegt
- M6 · Abschluss, regulatorische Entscheidung, Betriebsmodell
Woraus die Lösung besteht
Die Lösung ist mehr als Software: Erst im Zusammenspiel mit Regelwerk, Formulierungsgrenzen und Einwilligungsgestaltung ergibt sie ein verantwortbares Ganzes.
Barrierefreie Erfassung
Wenige Schritte je Eingabe, große Bedienelemente, klare Sprache
Phase 1Auswertung eigener Verläufe
Bezogen auf die einzelne Person statt auf Durchschnittswerte
Phase 1Weitere Einflüsse
Was den Alltag prägt, ohne dass die Person es selbst erfassen muss
Phase 1Inhalte & Formulierungsgrenzen
Von Fachkräften pflegbar, versioniert und freigegeben
Phase 1Bericht & Freigaben
Selbst gewählte Inhalte für das Arztgespräch, befristete Freigaben
Phase 1Schnittstelle zur Weiterverarbeitung
Freigegebene Daten in die Systeme weiterverarbeitender Stellen
Phase 1 und 2Was heute gilt
Die hier beschriebenen Funktionen sind Planung, kein verfügbares Produkt. Ob sich individuelle Zusammenhänge belastbar erkennen lassen, ist die zentrale offene Frage des Vorhabens – sie wird 2027 beantwortet, nicht vorweggenommen. Zum methodischen Vorgehen äußern wir uns bewusst erst mit den Ergebnissen. Zeitplan und Zuschnitt können sich verschieben; diese Seite wird fortlaufend aktualisiert.
Am Pilotbetrieb teilnehmen
Für 2027 suchen wir Menschen mit chronischen Erkrankungen, die die Lösung im Alltag nutzen und uns zurückmelden, was ihnen hilft und was nicht. Ebenso freuen wir uns über Forschungseinrichtungen und Studierende, die einzelne Fragestellungen mit uns bearbeiten möchten.