Wer ist Elisabeth Berger?
Rentnerin, lebt allein · Ostwestfalen
Elisabeth Berger, 79, hat ihr Leben lang den Überblick behalten. Über drei Jahrzehnte saß sie als Buchhalterin an ihrem Schreibtisch – Zahlen, Ordnung und verlässliche Routinen waren ihre Welt. Sie hat zwei Kinder großgezogen und wohnt seit über vierzig Jahren in derselben Wohnung in Ostwestfalen, in der sie jede Ecke kennt: die Fotos im Flur, den Sessel am Fenster, die Straße, in der sie jeden Nachbarn grüßt. Am liebsten beginnt sie den Tag mit einer Tasse Kaffee und einem Telefonat mit ihrer Tochter.
Heute lebt sie allein – mit einer chronischen Herzschwäche und einem Typ-2-Diabetes, die beide sorgfältig im Blick bleiben müssen. Vieles meistert sie noch selbst, doch längst nicht mehr alles: An manchen Tagen fällt ihr der Alltag schwer, das Bücken, das Tragen, der Weg zur Apotheke – und die vielen kleinen Aufgaben rund um ihre Gesundheit wachsen ihr über den Kopf. Dann ist sie dankbar für jede Unterstützung, auch wenn sie sich ungern zur Last fallen lässt.
Ihre Tochter Anna wohnt eine halbe Stunde entfernt und hilft, wo sie kann; zweimal pro Woche kommt eine Unterstützung ins Haus. Messen kann Elisabeth Berger gut – Blutdruck, Gewicht und Blutzucker notiert sie so gewissenhaft wie früher ihre Zahlen. Ihr größter Wunsch ist einfach: so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben, sicher und selbstbestimmt – und dabei den Überblick über die eigene Gesundheit nicht verlieren.
Auf einen Blick
- Alter79 Jahre
- WohnsituationLebt allein in der eigenen Wohnung
- GesundheitChronische Herzschwäche, Typ-2-Diabetes
- UnterstützungTochter Anna, Unterstützung im Haus (2×/Woche)
- TechnikBlutdruckmessgerät, Waage und Blutzuckermessgerät mit Bluetooth, ein einfaches Smartphone
- Wichtigstes ZielSelbstbestimmt und sicher zu Hause leben
Die Daten sind da – nur nicht an einem Ort
Elisabeth Berger misst gewissenhaft. Das Problem ist nicht das Erfassen, sondern das Zusammenführen: Ihre Gesundheit verteilt sich über viele kleine Inseln, die niemand miteinander verbindet.
Verstreut gemessen
Der Blutdruck steht auf einem Zettel am Kühlschrank, das Gewicht in der Waagen-App, der Blutzucker in einem kleinen Heft. Jede Insel für sich – kein gemeinsamer Verlauf.
Beobachtungen gehen verloren
Anna notiert abends, wie viel ihre Mutter getrunken und gegessen hat, wie ihr Wohlbefinden war und ob sie kurzatmig war. Diese Beobachtungen bleiben in ihrem Kopf oder in einer Chatnachricht – und niemand bringt sie mit den Messwerten und der Medikation zusammen.
Im Termin fehlt der Zusammenhang
Beim Arztbesuch bleiben zehn Minuten. Dass Gewicht und Kurzatmigkeit seit der letzten Medikamentenumstellung zunehmen, fällt niemandem auf – weil es nirgends im Zusammenhang steht.
Sammeln, verstehen, teilen – Schritt für Schritt
So könnte DOKINA Elisabeth Bergers Alltag verändern: aus vielen Inseln wird ein gemeinsamer Verlauf, der Zusammenhänge sichtbar und überschaubar teilbar macht.
Sammeln
Blutdruck, Gewicht und Blutzucker wandern automatisch per Bluetooth in die App – ohne Abtippen. Über große, geführte Auswahlflächen erfassen Elisabeth Berger und Anna, wie viel sie getrunken und gegessen hat, wie ihr allgemeines Wohlbefinden ist und welche Medikamente sie genommen hat. Der vorhandene Medikationsplan und Arztbriefe werden beim Start einmalig übernommen und in strukturierte Angaben überführt.
Verstehen
Weil Vitalwerte, Medikation, Trinkmenge, Ernährung und Wohlbefinden zusammenhängend im selben Verlauf liegen, werden Abhängigkeiten sichtbar: An Tagen, an denen Elisabeth Berger die entwässernde Tablette vergisst oder zu viel trinkt, lagert der Körper Flüssigkeit ein: Gewicht und Kurzatmigkeit steigen, und ihr Wohlbefinden sinkt. Eine Beobachtung beschreibt, was im eigenen Verlauf auffällt – als Anlass, den Alltag anzupassen oder das Gespräch mit der Ärztin zu suchen.
Teilen
Vor dem nächsten Termin erstellt Elisabeth Berger mit wenigen Tipps einen PDF-Bericht mit genau den relevanten Kurven – drei Monate auf einer Seite. Ihrer Unterstützung im Haus gibt sie über eine granulare Freigabe gezielt Einblick in die Werte, die zählen. Erstmals liegt beim Arzt der ganze Verlauf auf dem Tisch, nicht nur der Moment.
Alles im Blick. Der steigende Gewichtsverlauf fällt auf – im Zusammenhang mit Blutdruck, Blutzucker und Medikation.
Elisabeth Bergers Perspektive
„Ich messe ja alles. Aber erst, wenn mein Arzt den ganzen Verlauf sieht, versteht er, was bei mir zu Hause wirklich passiert.“Elisabeth Berger, veranschaulichendes Beispiel
Welche Funktionen für sie zählen
Vitalwerte automatisch sammeln
Blutdruck und Gewicht per Bluetooth-Messgerät (LOINC-kodiert) – ohne Abtippen, mit Beobachtungen aus dem eigenen Verlauf.
Medikation, Essen & Trinken zusammen
Einnahme, Trinkmenge, Mahlzeiten und Wohlbefinden werden zusammenhängend erfasst – Erinnerungen erleichtern die regelmäßige Einnahme.
Angehörige einbinden
Tochter Anna erfasst Beobachtungen mit und behält den Verlauf im Blick – granulare Freigaben regeln, wer was sieht.
Bericht auf Knopfdruck
Vitalwert-Kurven, Medikation und Beobachtungen als PDF für Ärztinnen, Ärzte und Therapeuten – oder über eine standardkonforme Schnittstelle direkt in das System einer einbezogenen Stelle.
Auch Markus Vogt lebt mit vielen Daten
Markus Vogt ist 46, steht mitten im Berufsleben und lebt mit Asthma. Eine andere Lebensphase – dieselbe Frage: Wie behält man den Überblick und teilt ihn mit den richtigen Menschen?
Elisabeth Berger ist ein veranschaulichendes Beispiel. DOKINA ist ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Ingenieurgesellschaft ISM mbH gemeinsam mit einem Kooperationspartner; die beschriebenen Abläufe zeigen, wie die Lösung gedacht ist.